24.08.2020 10:48:38 | SHK-Wiesbaden
Gute Zahlen vor der Krise - Die Corona-Krise wirkt sich aus

Noch im Winterhalbjahr – kurz vor der sich seit Februar auch in Deutschland dynamisch entwickelnden Corona-Krise – ermittelten die Umfragen zur wirtschaftlichen Lage eine anhaltende Boom- Stimmung im SHK-Innungshandwerk. Die repräsentative, im Novem- ber bis Dezember bundesweit durchgeführte Winterumfrage des ZVSHK bestätigte zu Jahresbeginn eine anhaltend positive Konjunk- turstimmung unter den SHK-Innungsbetrieben. Der Vorjahreswert des Indikators zur aktuellen Geschäftslage wurde nochmals übertroffen und erreichte einen neuen Spitzenwert. Die Innungsbetriebe verfügten über eine deutlich stabile Auftragsreichweite von 12,2 Wochen.

41 Prozent der knapp 1.500 an der Umfrage teilnehmenden Unterneh- men berichteten über gestiegene Umsätze im Zeitraum von August bis November 2019. Das Modernisierungsgeschäft von Bädern und Heizungen sowie der Kundendienst wirkten sich weiterhin deutlich positiv auf die Geschäftsentwicklung der Innungsbetriebe aus. Zur Beschäftigungsentwicklung war allerdings weiterhin kein bemerkens- werter Zuwachs festzustellen. Zum Zeitpunkt der Jahresbilanzierung – einige Wochen vor Beginn der Corona-Krise – war noch von einer fortgesetzt positiven Geschäftsentwicklung im SHK-Innungshandwerk auszugehen.


Die Krise ändert vieles: 

Bundesweit antworteten 1.590 SHK-Innungsbetriebe auf die ZVSHK- Konjunkturumfrage zur Auftragslage und zu den Geschäftsaussichten im Frühjahr 2020. Die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks zehrten noch vom hohen Auftragsbestand zurückliegender Monate. Seit März schmolz er zusehends zusammen und wurde bereits zum Zeitpunkt der Umfrage Mitte April nur unzureichend aufgefüllt. Grundtenor und Fazit: Die Stimmung für die Gewerke Installateur und Heizungsbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Klempner sowie Behälter- und Apparate- bauer trübte sich bereits deutlich ein. Der negative Stimmungstrend wurde durch den Rückgang des Indikators zur aktuellen Geschäftslage (Saldo von „gut“ und „schlecht“ in Prozent) um 37,3 Prozentpunkte

von 79,6 Prozent auf 42,3 Prozent und die prägnante Ausbildung eines deutlich negativen Indikators zur Geschäftsentwicklung im Folge- quartal (mit minus 42,5 Prozent) untermauert. Alle Geschäftssparten verzeichneten Stimmungseinbrüche. Das Badgeschäft wurde am schlechtesten bewertet. Der Auftragsbestand sank auf 9,6 Wochen

im Vergleich zu 12,8 Wochen im Frühjahr 2019. Hinzu kam, dass rund 60 Prozent der Betriebe von Auftragsstornierungen berichteten. Durchschnittlich betraf das mehr als ein Viertel des gesamten Auf- tragsbestandes. Rund ein Drittel der antwortenden Betriebe beklagte Lieferprobleme bei Großhandel und Herstellern.